Finanzierung von persönlicher Assistenz

Persönliche Assistenz ist (leider) bis heute eine einkommensabhängige Sozialleistung. Das heißt, dass assistenzabhängige Personen zur Finanzierung ihrer Unterstützung mit herangezogen werden, wenn ihr Einkommen – abzüglich der Kosten für ihre Wohnung -  höher ist als der doppelte Sozialhilfe-Regelsatz.
(Eine Ausnahme ist Arbeitsassistenz, die einkommensunabhängig durch das Integrationsamt bezahlt wird.)

Die Forderung behinderter Menschen nach einem steuerfinanzierten Leistungsgesetz zur Finanzierung von persönlicher Assistenz konnte bisher nicht durchgesetzt werden.

Während in anderen Bundesländern die Kosten für persönliche Assistenz teilweise über Hilfe zur Pflege und teilweise über Eingliederungshilfe übernommen werden, gibt es in Berlin den Leistungskomplex 32 (LK 32) zur Finanzierung der Persönlichen Assistenz als Berliner Besonderheit. Er wurde nach Einführung der Pflegeversicherung mit ihrem Modulsystem entwickelt.

Um Leistungen nach dem LK 32 beziehen zu können, ist ein anerkannter Assistenzbedarf von mindestens fünf Stunden am Tag notwendig.

Die Vergütung des LK 32 beträgt derzeit 27,16 EUR je geleisteter Stunde. Hinzu kommt eine Investitionskostenpauschale von 2,5 %, so dass wir unseren Kund*innen 27,84 EUR  pro geleisteter Assistenzstunde in Rechnung stellen.

> Weitere Informationen zum LK 32

Davon abgesehen hat ambulante dienste e. V. einen Versorgungsvertrag nach SGB XI mit den Pflegekassen, sodass persönliche Assistenz bis zur Höhe der Pflegesachleistung mit der jeweiligen Pflegekasse abgerechnet werden kann.